05 Zerrissene Profession? – Soziale Arbeit im Spagat zwischen normativen Leitbildern, praktischen Handlungszwängen und schwindendem politischen Konsens

Veranstaltungsinformationen:

  • Datum und Uhrzeit: 19.10.2018, 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr
  • Stream: Hauptveranstaltungen
  • Referent_in: Prof. Dr. Jens Wurtzbacher

Beschreibung:

Der Vortrag/Workshop thematisiert zunächst das bekannte Spannungsverhältnis zwischen normativ-ethischen Ansprüchen der Profession einerseits und drängender werdenden praktischen Handlungszwängen andererseits. Dabei wird von der These ausgegangen, dass diese Spannung in Teilen erst durch die im theoretischen Selbstbild der Sozialen Arbeit verankerte Gegenüberstellung zur Sozialpolitik entsteht. Dagegen wird in Anlehnung das Konzept der Street-Level-Bureaucracy (Michael Lipsky 1980) die Auffassung zur Diskussion gestellt, wonach die Soziale Arbeit einen wichtigen Zweig der Sozialpolitik darstellt, deren Akteure wenig durch einen Rückzug auf ethische Maximalpositionen gewinnen, sondern die sich angesichts eines schwächer werdender sozial- und gesellschaftspolitischer Konsenses darauf einlassen müssen, für ihre sozialpolitischen Positionierungen einzustehen, ohne sich auf die unhinterfragte Gültigkeit normativer Grundsätze verlassen zu können. In der Diskussion soll ausgelotet werden, welche Spielräume für eine „widerständige Praxis“ sozialer Arbeit tatsächlich bestehen.

Veranstalter

Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.
Förderverein für "Soziale Arbeit" e.V.

Gefördert von

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