02 Zwischen Teilnahme und Distanzierung – Studienprojekte als Möglichkeit der Herstellung einer professionellen Haltung

Veranstaltungsinformationen:

  • Datum und Uhrzeit: 19.10.2018, 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr
  • Stream: Hauptveranstaltungen
  • Referent_innen: Julia Stepponat, Anette Plewka, Manuel Freis

Beschreibung:

Der Workshop stellt das Vorgehen und die Ergebnisse eines Studienprojektes zum Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) dar, das unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Zöller und Dipl. Päd. Manuel Freis an der Fakultät für Sozialwissenschaften der  htw saar im Zeitraum von 04/2017 – 03/2018 stattgefunden hat.

Das Studienprojekt, an dem 19 Studierende des Studiengangs „Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit“  in ihrer Studienabschlussphase teilnahmen, hat sich mit einer Prozessplanung und Konzeptentwicklung im Rahmen der kommunalen Umsetzung des Bundesprogramms in  der Stadt Saarlouis beschäftigt. Es hat das Ziel verfolgt, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Sozialplanung in Saarlouis, innovative Formate und Projekte zu  gestalten, die von den Praxispartnern aufgegriffen und genutzt werden können. Während der gesamten Durchführung des Studienprojekts hat die Reflexion der eigenen Haltung zur Lebenswelt von Menschen mit Fluchthintergrund eine große Bedeutung eingenommen und wurde exemplarisch an der Ausrichtung des Bundesmodellprojekts  und deren Benennung „Willkommen bei Freunden“ diskutiert und kritisch eingeordnet. Hierzu haben im Sommersemester 2017 ethnographische Felderkundungen mittels teilnehmender Beobachtung seitens der Studierenden stattgefunden, die sich darauf richteten, konkrete Bedarfe zu erheben und in kooperativen Formaten (World Café, responsives Werkstattreffen) gemeinsam mit den beteiligten Praxispartnern Ergebnisse der Erhebungen zu diskutieren und Zukunftsperspektiven zu erschließen. Nach der  Auswertung der teilnehmenden Beobachtungen haben die Studierenden im Juli 2017 begonnen, ihre Projektideen konzeptionell auszuformulieren, mit den Praxispartnern abzusprechen und bis November 2017 gemeinsam in der Praxis umzusetzen.

Die dabei erarbeiteten Konzeptionen sollen im Rahmen des Workshops vorgestellt und als Beispiele eines Engagements in der Praxis der Sozialen Arbeit diskutiert werden, das sich aus einem methodisch geleiteten und auf die konkreten Bedarfe der Praxis  ausgerichteten Erkenntnisprozess entwickelte. Studienprojekten, die als Brücken zwischen den beiden Lernorten „Hochschule“ und „Praxis“ eingerichtet werden können, kann dann sowohl eine Ausbildungsfunktion für Studierende im Hinblick auf eine professionelle Haltung zugesprochen werden als auch eine sich über den wechselseitigen Kontakt ergebende Möglichkeit der Vernetzung der beteiligten Lernorte. 

Veranstalter

Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.
Förderverein für "Soziale Arbeit" e.V.

Gefördert von

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