Grußwort IFSW

für den 5. Berufskongress für Soziale Arbeit - Engagement aus Erkenntnis

Liebe Kolleginnen und Kollegen, verehrte Gäste!

Es ist eine ehrenvolle Aufgabe für mich, Sie als Europäische Präsidentin der International Federation of Social Workers zu begrüßen und beim 5. Berufskongress für Soziale Arbeit – „Engagement aus Erkenntnis“ willkommen zu heißen.

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit leistet wertvolle Arbeit bei der Aktivierung und Unterstützung von Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagogen auch durch sein Engagement in sozialpolitischen Fragen. Er repräsentiert die Positionen und Sichtweisen der Profession bei der Gestaltung und Weiterentwicklung des sozialen Wohlfahrtsstaats. Der DBSH ist sich auch seiner Verantwortung auf internationaler Ebene bewusst und ich erinnere mich sehr gerne an die Gespräche und den anregenden fachlichen Austausch mit einigen von Ihnen im Rahmen der beeindruckenden Weltkonferenz der IFSW, die der DBSH 2006 in München organisierte. Diese Bemühungen auf nationaler und internationaler Ebene sind ein wichtiger Beitrag für die öffentliche Wahrnehmung der Sozialen Arbeit und eine Investition in die nachhaltige Weiterentwicklung der Profession, auch für zukünftige Generationen der Berufsgruppe.

Der von Ihnen gewählte Titel dieses Kongresses beschreibt die aktuellen Herausforderungen. In einer Gesellschaft die von Spaltung bedroht wird und deren Zusammenhalt zusehends erodiert, in der soziale Ausgrenzung und Entwertung von besonders gefährdeten Gruppen zunimmt, ist eine klare, auch politische Positionierung unumgänglich. Dies gilt sowohl für die Berufsgruppe als Ganzes, als auch für jeden/jede einzelnen Professionsangehörige/n.

Soziale Arbeit als Beruf basiert auf Werten, die im Statement of Ethical Principles vereinbart wurden und als Richtlinie sich auch in der vom DBSH erarbeiteten Berufsethik wiederfinden. Entsprechendes berufliches Handeln kann aber nur gelingen, wenn diese Werte auch in der persönlichen Haltung ihre Grundlage haben.

Die Diskussion über persönliche Haltung und entsprechende Positionierung der Berufsgruppe verlangt Mut. Ich gratuliere dem DBSH zu der Entscheidung, sich dieser Herausforderung zu stellen und wünsche Ihnen allen eine erfolgreiche Tagung mit spannendem Diskurs und den gewünschten Ergebnissen.

Ana Radulescu

President IFSW Europe

 

 

Veranstalter

Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.
Förderverein für "Soziale Arbeit" e.V.

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